Einspritzdrücke von 2.500 bar und mehr sind in der Dieseleinspritzung bei PKWs Stand der Technik. Im Bereich der Benzineinspritzung sind heute Systeme mit 350 bar auf der Straße. Auch die Leistungsfähigkeit in der Benzineinspritzung könnte von höheren Einspritzdrücken profitieren.

Einspritzdrücke von 2.500 bar und mehr sind in der Dieseleinspritzung bei PKWs Stand der Technik. Im Bereich der Benzineinspritzung sind heute Systeme mit 350 bar auf der Straße. Auch die Leistungsfähigkeit in der Benzineinspritzung könnte von höheren Einspritzdrücken profitieren. Deren Realisierung stellt jedoch eine besondere werkstoffliche Herausforderung dar: Aufgrund der korrosiven Wirkung von Benzin müssen rostfreie Stähle eingesetzt werden. Gängige Güten dieser Werkstoffe (z. B. 1.4301) weisen aber i. d. R. deutlich geringere Festigkeiten auf – im Vergleich zu Stählen, welche derzeit im Bereich der Dieseleinspritzung zur Anwendung kommen (z. B. AFPStähle, bainitische Stähle, Vergütungsstähle).

Die Bündelung von Kompetenzen im Hause Hirschvogel konnte für die Bewältigung dieser Problematik kürzlich den Durchbruch melden: Es wurde ein Common-Rail auf Basis von CAD, FEM- und Lebensdauerberechnung (analog Bild) ausgelegt. Anschließend wurden Bauteile geschmiedet und bearbeitet. Über die nachfolgende Druckimpulsprüfung konnte die Dauerfestigkeit für einen Betriebsdruck von 1.000 bar mit einem Sicherheitsfaktor von über 1,5 nachgewiesen werden.

In konkreten Kundenentwicklungen könnte nun je nach geometrischen Randbedingungen am Motor sogar eine höhere Druckbelastung oder ein höherer Sicherheitsfaktor erreichbar sein. Hirschvogel stellt seinen Kunden zukünftig diese Kompetenzen zur Verfügung. Dies kann im Rahmen von Serien-Entwicklungsprojekten stattfinden. Aber auch unabhängig von möglichen Serienaufträgen kann die Hirschvogel Tech Solutions die Kunden bei Bauteilentwicklungen mit den genannten Kompetenzen unterstützen.

Entwicklungsprozess für ein Common-Rail