Durch umfassende Kenntnisse über Herstellungsprozesse tragen wir in Zusammenarbeit mit Ihnen zur Ausnutzung von verfahrensbedingten Potenzialen sowie zur Sicherstellung eines optimalen Produktdesigns bei.

Dem Beispiel der Automobilindustrie folgend, setzen immer mehr Branchen darauf, ihre Lieferanten schon in der Konzeptphase am Entwicklungsprozess zu beteiligen. Erfahrungsgemäß erscheint es für die Entwickler des Kunden vorteilhaft, sich gleich zu Beginn der Entwicklungsphase mit dem Zulieferer an einen Tisch zu setzen. So tragen an dieser Stelle nicht nur die umfassenden Kenntnisse über den Herstellprozess zur bestmöglichen Ausnutzung von verfahrensbedingten Potenzialen und zur Sicherstellung des optimalen Produktdesigns bei. Auch die Werkstoffexpertise sowie die treffende Charakterisierung von Materialeigenschaften bilden eine entscheidende Voraussetzung für das Erreichen der geforderten mechanisch-technologischen Anforderungen.

Dieser Herausforderung - das heißt, einer umfassenden Charakterisierung von statischen und dynamischen Materialeigenschaften - haben sich kürzlich die Firmen Hirschvogel Automotive Group, Deutsche Edelstahlwerke, Georgsmarienhütte und Engineering Center Steyr gestellt. In einem Kooperationsprojekt wurden einerseits statische Festigkeitskennwerte und zyklische Spannungs-/ Dehnungskurven ermittelt. Andererseits wurde das dynamische Materialverhalten auf Basis von Wöhlerversuchen analysiert. Bisher werden Materialdaten zu 16MnCrV7-7 (H2-Stahl) und X8CrNi18-10 (1.4301) und X4CrNiMo16-5-1 (1.4418) aufgenommen. Das Versuchsprogramm umfasst Tests sowohl im zeitfesten als auch im dauerfesten Bereich der Werkstoffe. Dabei wurden jeweils mehrere Lastniveaus untersucht. Gleichzeitig kommen spezielle Probenformen zum Einsatz, welche aus massivumgeformten Bauteilen an geeigneten Stellen herausgearbeitet und zyklischen Versuchen unterzogen wurden. Das Wöhlerdiagramm zum H2-Stahl (Bild) zeigt beispielhaft ein Ergebnis aus den durchgeführten Umlaufbiegeversuchen an ungekerbten Proben mit einem Spannungsverhältnis von R=-1. Zusätzlich kommen auch gekerbte Proben zum Einsatz, um die sogenannte Stützwirkung des Materials auf Basis des eingebrachten Spannungsgradienten treffend zu charakterisieren.

Auch diese Expertise stellt Hirschvogel seinen Kunden zukünftig zur Verfügung. Dies kann im Rahmen von Serien-Entwicklungsprojekten stattfinden. Aber auch unabhängig von möglichen Serienaufträgen kann die Hirschvogel Tech Solutions die Kunden bei Bauteilentwicklungen mit den aufgeführten Kompetenzen unterstützen.

Wöhler-Diagramm zum H2-Stahl